© 2017 Holger Rogall

Umweltstudiengänge an der HWR Berlin

Wirtschaftsingenieurwesen / Umwelt und Nachhaltigkeit (Bachelor)

Wirtschaftsingenieurwesen / Energie und Umweltressourcen (Master)

Nachhaltigkeits- und Qualitätsmanagement (Master)

Business Administration und Economics, Themenfeld: Nachhaltiges Wirtschaften

 

Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen / Umwelt und Nachhaltigkeit (Bachelor)

Der interdisziplinäre Bachelor-Studiengang "Wirtschaftsingenieurwesen Umwelt und Nachhaltigkeit" mit den Schwerpunkten Umwelt- und Qualitätsmanagement sowie Umwelt- und Verfahrenstechnik wird in Kooperation mit der Beuth Hochschole für Technik Berlin durchgeführt. Das Studium hat eine Regelstudienzeit von sieben Semestern und schließt mit dem Grad "Bachelor of Engineering" ab.

Das Studium gliedert sich in einen viersemestrigen ersten Studienabschnitt (Grundstudium) und einen dreisemestrigen zweiten Studienabschnitt (Hauptstudium). Die Studierenden erhalten sowohl eine betriebswirtschaftliche als auch eine technisch-naturwissenschaftliche Grundausbildung, die im Hauptstudium im jeweils gewählten Spezialgebiet vertieft wird. Im Grundstudium, in dem die ökonomischen und ingenieurwissenschaftlichen Grundkenntnisse vermittelt werden, entfallen 50% der Pflichtstunden auf die Fächer Umweltökonomie, Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Soziologie, Rechnungswesen und Recht. Sie werden von Lehrkräften und in den Räumen der HWR angeboten. Der andere Teil der Pflichtseminare entfällt auf die mathematisch-naturwissenschaftlichen sowie ingenieur-wissenschaftlichen Fächer, die mit Ausnahme der Statistik von Lehrkräften und in den Räumen der BHT angeboten werden. Ergänzt wird das Angebot durch englischsprachige Fächer im Grundstudium. Im sechsten Semester ist die integrierte Praxisphase vorgesehen. Das letzte Semester ist der Anfertigung der Bachelorarbeit vorbehalten.

 

Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen / Energie und Umweltressourcen (Master)

Seit dem Wintersemester 2011/12 bieten die Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin und die Beuth Hochschule für Technik (BHT) Berlin den o.g. kooperativen Masterstudiengang an. Die Regelstudienzeit beträgt 3 Semester und schließt mit dem Grad "Master of Science" ab.

Die Inhalte des neuen Masterstudiengangs sind auf berufliche Tätigkeiten zugeschnitten, bei denen die Kombination wirtschaftlicher und technischer Kompetenzen wichtig ist. Dabei ist der Studiengang schwerpunktmäßig auf den besonders zukunftsträchtigen Bereich Energie (insbesondere Erneuerbare Energien und Energieeffizienz) sowie auf den immer bedeutender werdenden nachhaltigen Umgang mit Materialien und stofflichen Ressourcen ausgerichtet. Das Angebot trifft auf einen Markt, in dem schon heute ein Mangel an wissenschaftlich qualifizierten Arbeitskräften besteht und für den auch auf längere Sicht mit einem sehr großen Bedarf zu rechnen ist.

 

Studiengang Nachhaltigkeits- und Qualitätsmanagement (Master)

Die HWR-Berlin bietet diesen Zusatz- und Ergänzungsstudiengang an, der berufsbegleitend im Abendstudium angeboten wird und nach vier Semestern mit einem Zertifikat abschließt. Ziel des Studiums ist der Erwerb ökologisch und qualitätsorientierten Managementwissens. Umwelt- und Qualitätsmanagement werden ergänzt um die Aspekte und Instrumente der Wirtschafts- und Nachhaltigkeitspolitik, des Umweltrechts und der Umweltpolitik.

 

Themenfeld: Nachhaltiges Wirtschaften - Wahlpflichtfach des Hauptstudiums im Rahmen der Studiengänge Business Administration und Economics

Die HWR-Berlin bietet dieses Wahlpflichtfach des Hauptstudiums im Rahmen der Studiengänge "Business Administration" und "Econmics" im 5. Semester an. Ziel der Veranstaltung ist der Erwerb ökologisch orientierten Managementwissens, ergänzt um die Aspekte und Instrumente der Wirtschafts- und Nachhaltigkeitspolitik, des Umweltrechts und der Umweltpolitik.

Zielsetzung: Betriebliches Umweltmanagement ist eine Voraussetzung zum zukunftsfähigen Wirtschaften. Erst 1995 wurde durch das Umwelt-Audit- Gesetz ein juristischer Rahmen geschaffen, der neben den vorher schon geltenden Qualitätsanforderungen nun die kontinuierliche Verbesserung des Umweltschutzes in den gewerblichen und seit 1998 auch in den Dienstleistungsunternehmen erforderlich macht. In den letzten Jahren sind eine Vielzahl von Instrumenten zum betrieblichen Umweltschutz entwickelt worden, wie z.B. die Ökobilanz, die Produktlinienanalyse, Umweltkennzahlen, das Umweltkostenmanagement und die Stoffstromanalyse, durch deren Anwendung deutlich wurde, dass Ökonomie und Ökologie sich durchaus ergänzen können. Durch Umweltschutzmassnahmen im Unternehmen können Kosten und Ressourcen verringert werden. Damit dies allerdings gelingt, müssen alle Akteure des Unternehmens dafür sensibilisiert und die Betriebsabläufe durch die „Umwelt- und Reststoffbrille“ betrachtet werden. Ziel des Themenfeldes „Umweltmanagement“ ist es, dass die Studierenden die Rahmenbedingungen für nachhaltiges und zukunftsfähiges Wirtschaften kennenlernen sowie Möglichkeiten erkennen, nachhaltiges Wirtschaften in Unternehmen, Verbänden und sonstigen Institutionen umzusetzen. Dafür werden in dem interdisziplinär zusammengesetztem Themenfeld zunächst die Anforderungen, Gesetze, Instrumente und Lösungsmöglichkeiten für die Berücksichtigung von Umweltbelangen in der Wirtschaft in vier Lehrveranstaltungen getrennt behandelt. Diese Veranstaltungen bereiten aus der jeweiligen speziellen Sichtweise ein Unternehmensplanspiel vor, in das dann alle Veranstaltungen gemeinsam münden und die theoretisch erlernten Inhalte am Ende des Semesters in einem 2tägigen Unternehmensplanspiel praktisch angewendet werden sollen.